März 2020 - Die Kreisverwaltung wird grüner: Beschluss für Ökostrom und Photovoltaik

In der Sitzung des Kreistags-Ausschusses für Verwaltung, Wirtschaft und Gesundheit und in der direkt anschließenden Kreistagssitzung am 9. März 2020 fielen Beschlüsse für den Klimaschutz.

 

Zum einen werden beim Umbau des ehemaligen Villinger Postgebäudes zu einem Kreis-Verwaltungsgebäude zusätzliche Maßnahmen im Wert von rund EUR 525.000 über die ursprünglich angesetzte Standardausstattung hinaus umgesetzt: eine vollflächige Dach-PV-Anlage mit  rund 70-80 kWp, eine Holzpellets-Heizung, E-Ladestationen für Dienstfahrzeuge und Fahrräder sowie Ökopflaster.

 

Zum anderen wird die Kreisverwaltung im Rahmen der sogenannten Bündelausschreibung ab 1.1.2022 Ökostrom mit Neuanlagenquote bekommen. Die Neuanlagenquote beinhaltet, dass der beschaffte Strom zu einem Drittel aus Anlagen kommt, die nicht älter als 6 bzw. 12 Jahre sind. Durch die Beschaffung von Ökostrom fallen für die Kreisverwaltung beim Stromverbrauch rein rechnerisch keine CO2-Emmissionen mehr an, was sich der Kreistag rund 35.000 EUR mehr kosten lässt.

„Eine wegweisende und nachhaltige, einstimmige Entscheidung des beschließenden Ausschusses mit Vorbildcharakter für alle Kommunen im Kreis“, so Neu-Fraktionsmitglied Maren Ott, die sich sehr über diese unstrittige Entscheidung freute.

Gleichzeitig prüft die Kreisverwaltung fortlaufend insbesondere bei größeren Sanierungs- und Neubaumaßnahmen, welche kreiseigenen Dachflächen zum Beispiel von Verwaltungs-, Betriebs- oder Schulgebäuden für die Bestückung mit Photovoltaikanlagen und damit Eigenstromnutzung geeignet sind.

 

Bei der Abstimmung zur jährlichen Tarifanpassung des VSB zum 1. August 2020 enthielt sich die grüne Kreistagsfraktion geschlossen. Die Fraktion war sich einig darin, dass im Hinblick auf die geplante große Tarifreform und damit Fahrpreisverbilligung diese Tariferhöhung den Bus- und Bahnfahrer*innen nicht vermittelbar ist und nicht in die Zeit von 365-EURO-Tickets passt.

Auf der anderen Seite sollen für den Kreis mit der großen Tarifreform in 2021 die maximalen Fördermittel des Landes ausgeschöpft und damit mit den Kreisfinanzen verantwortungsvoll umgegangen werden.

 

Weitere Beschlüsse wurden zu diesen Themen gefasst:

Schlussbericht Jahresrechnung 2018, Wirtschaftskonzeption für den Schwarzwald-Baar-Kreis, Ringzug 2.0, ÖPNV-Finanzierungsmittel, Innenmonitore für Linienbusse, Schulversuch AVdual, Neuwahl der ehrenamtlichen Verwaltungsrichter*innen am Verwaltungsgericht Freiburg.

 

Die nächsten Termine:

·         13.3. Jugendhilfeausschuss

·         16.3. Kreistagssitzung mit Wahl des Landrats

·         30.3. Ausschuss für ÖPNV und Mobilität

·         27.4. Ausschuss für Bildung und Soziales

 

Alle Termine und Sitzungsvorberichte sowie Beschlüsse von öffentlichen Sitzungen können jederzeit hier eingesehen werden: www.lrasbk.de/Kreistag-Infos/

Grüne Fraktion im Kreistag: Termine und Statement zur Tarifreform der Verkehrsverbünde

Umfangreicher Sitzungskalender für die GRÜNE Kreistagsfraktion

Die Grüne Kreistagsfraktion hat sich im Rahmen einer Fraktionssitzung einen Überblick verschafft über die kommenden Sitzungen und Themen.  

Die GRÜNE Kreistagsfraktion mit Angela Nock, Beate Berg-Haller, Joachim von Mirbach, Maren Ott, Armin Schott, Ursula Roth-Ziefle, Christian Kaiser, Martina Braun MdL (von links nach rechts). Es fehlen Wolfgang Kaiser und Cornelia Kunkis.

 

Im Moment sind von Seiten der Kreisverwaltung folgende Sitzungen geplant:·        

Besonderer beschließender Ausschuss für die Wahl des Landrates: 20.1.

·         Kreistag: 16.3. (mit Wahl des Landrats), 29.6., 27.7., 2.11., 14.12.

·         Ausschuss für Bildung und Soziales: 17.2., 27.4., 6.7., 28.9., 16.11.

·         Ausschuss für Umwelt und Technik: 2.3., 11.5., 13.7., 12.10., 30.11.

·         Ausschuss für Verwaltung, Wirtschaft und Gesundheit: 9.3., 18.5., 22.6., 20.7., 19.10., 7.12.

·         Jugendhilfeausschuss: 13.3. (Klausurtagung), 18.6., 19.11.

·         Begleitgremium Umbau Postgebäude: 7.1., 30.1.

·         Beratender Ausschuss für ÖPNV und Mobilität: 10.2., 30.3., 25.5., 2.7., 5.10., 9.11.

·         ÖPNV-Workshops gemeinsam mit den Kreistagen von Rottweil und Tuttlingen: 8.2., 7.3.

·         Klausurtagung des Kreistags zum Thema ÖPNV: 23./24.4.

Generell sind Kreistags- und Ausschusssitzungen öffentlich und beinhalten auch eine sog. Fragestunden für Kreiseinwohner*innen – herzliche Einladung dazu an alle Interessierten. 

 

 

Tarifreform der Verkehrsverbünde soll deutliche Verbesserungen bringen


Im Rahmen der ersten Sitzung der GRÜNEN Kreistagsfraktion in diesem Jahr war einhellige Meinung aller Fraktionsmitglieder, dass mit der geplanten Tarifreform der drei Verkehrsverbünde Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen ein deutlicher Schritt nach vorne gegangen werden muss.

Um neue Fahrgäste zu gewinnen und den Umstieg vom Pkw auf den ÖPNV auch für Gelegenheitsfahrer*innen zu erleichtern, müssen Fahrscheine und vor allem Jahreskarten deutlich günstiger werden. Die GRÜNE Kreistagsfraktion setzt sich daher dafür ein, dass die Umsetzung eines 365-EURO-Tickets für die gesamte Region (also für alle drei Landkreise) gleichberechtigt mit einer Reihe anderer Tarifmodelle vertieft geprüft wird.

Für die GRÜNE Kreistagsfraktion ist es hingegen keine Alternative, neue Straßen zu bauen und damit nicht nur hohe Investitions- sondern auch laufende Unterhaltskosten zu erzeugen. Dies betrifft beispielsweise die aktuelle Diskussion um eine neue Straße zur Direktanbindung der Gemeinde Brigachtal an die B33.

Insbesondere dann, wenn der Straßenbau für die Anwohner*innen von bereits vorhandenen Straßen  kaum merkliche Entlastung bringen wird.

„Ein wichtiges Zukunftsprojekt für unseren Kreis ist jedoch die Erweiterung des Ringzugs nach St. Georgen“, so die Landtags- und Kreistagsabgeordneten Martina Braun. Die Grüne Kreistagsfraktion  wird dieses Projekt in allen Facetten prüfen und sich nach Möglichkeit für dessen Realisierung einsetzen

 

Infoblock:

36 Cent pro Kilometer mit der Bahn – Jobtickets sind die echte Alternative

Dass die Ticketpreise im VSB preisgünstiger gemacht werden müssen, zeigen zwei Beispiele: Für eine Hin- und Rückfahrt von Donaueschingen nach Villingen ist ein Tagesticket mit EUR 10,10 am günstigsten. Umgerechnet auf 28 km Fahrtstrecke (hin und zurück) entspricht dies 36 Cent pro km. Immerhin gibt es zwischen Villingen und Donaueschingen zahlreiche Verbindungen, die schnellste dauert nur 9 Minuten, das ist ein wirklicher Zeitgewinn im Vergleich zur Autofahrt, ganz abgesehen vom Stress durch Parkplatzsuche vor Ort.

Die Parkplatzsuche bei einer Fahrt von Bräunlingen in den Teilort der Stadt, Unterbränd entfällt meist und mit stündlichem Bus-Takt in den 7 km entfernten Stadtteil am Kirnbergsee ist flexible Mobilität nur bedingt gewährleistet. Ein Ticket für die Hin- und Rückfahrt kostet EUR 4,50 (das Tagesticket ist günstiger als zwei Einzelfahrscheine), das entspricht 32 Cent pro km.

Eine deutliche Verbesserung zum bisherigen Fahrplan stellt der stündliche Takt von Montag bis Freitag zwischen 5:30 und 22:30 Uhr dar, samstags ab 6:30 Uhr sowie Sonn- und Feiertags zwischen 8:30 und 20:30 Uhr.

Diese beiden Beispiele beziehen sich auf Einzelfahrten bzw. Tagestickets. Deutlich günstiger werden ÖPNV-Fahrten mit einem Monats-, Jahres- oder auch Jobticket. Wenn der Arbeitgeber den Sinn der Anreise seiner Beschäftigten mit Bus und Bahn erkannt hat, dadurch z.B. auch den Ausbau weiterer Parkplatzflächen vermeiden und das Profil als umweltfreundliches Unternehmen schärfen kann, dann fördert er die Anreise seiner Beschäftigten mit einem Jobticket.

Das Landratsamt Schwarzwald-Baar ist hier als Arbeitgeber schon vor vielen Jahren vorbildlich vorangegangen, das Jobticket wird umfangreich genutzt .

40 Jahre Grüne im SBK

Bilder von der Jubiläumsfeier