Grüne Schwarzwald-Baar-Kreis

Delegierte aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis bei der BDK in Leipzig: „Europa. Darum kämpfen wir“


Petra Neubauer, eingerahmt von Klaus Pfähler (links) und Elmar Enssle

Zufällig beim Weggehen getroffen: Cem Özdemir

Die Pressemitteilung von Klaus Pfaehler und Eindrücke von Elmar Enssle

Elmar Enssle

Das Wochenende mit dem markanten Datum 9./11.November war das Datum der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen in den Hallen der Leipziger Messe.  Im Mittelpunkt stand das Thema  „Europa – darum kämpfen wir“. Vor hundert Jahren war der erste Weltkrieg zu Ende, wurde das Frauenwahlrecht eingeführt; vor achtzig Jahren zerstörten Nazis und Mitläufer in der Reichspogromnacht unzählige Synagogen, beraubten Juden, vertrieben und mordeten viele von ihnen. Vor 29 Jahren war an diesem Wochenende der Mauerfall, demzufolge wurde bald danach der heutige Name Bündnis 90/Die Grünen kreiert. All dies war immer wieder Thema, denn die Geschichte erinnert an den Wert des Friedens in Europa, die Menschen-und Frauenrechte wie auch an den Fall vieler Grenzen.

Die Versammlung kann als ein einziges großes Bekenntnis zur Europäischen Integration verstanden werden, ganz anders als die nationalistischen Tendenzen in einigen Ländern der Union. Engagierte programmatische  Reden von Annalena Baerbock zum Auftakt und zum Schluss von Robert Habeck, dem Spitzenduo der Partei, umrahmten das Ringen um ein umfassendes Wahlprogramm und die Wahl von 40 Listenplätzen für die Europawahl. Im Mittelpunkt standen immer wieder Themen, wie Klimawandel, Verkehrswende, Menschenrechte, Asylrecht, aber auch der Umgang mit der Bedrohung der Demokratie durch Rechtspopulismus, Antisemitismus und der Zunahme von Gewalt. Alle Problemthemen gingen weit über das Nationale hinaus und verlangten europäische Lösungen, wurde unermüdlich von den Kandidaten zur Europawahl betont.

Schließlich hat die Konferenz mit Ihren tausend Teilnehmern auch ein Zeugnis für einen respektvollen, demokratischen Umgang miteinander und mit abweichenden Voten und Meinungen abgelegt. Die beiden neuen Delegierten Petra Neubauer und Elmar Enssle (siehe FOTO) äußerten sich beeindruckt. Das grüne Urgestein Klaus Pfähler meinte, Flügelkämpfe seien von gestern. Die Konferenz habe gezeigt, dass die Partei wirklich Demokratie und Transparenz lebe und nicht etwa von oben nach unten durchregiere und, was selten geschehe in der Politik, es gehe auch ohne andere dabei schlecht zu machen, so Robert Habeck .

Klaus Pfaehler

Mit diesem Programm, mit diesen Kandidatinnen und Kandidaten, können wir guten Mutes in die Europawahl im nächsten Mai gehen“, so fassten Elmar Enssle aus Donaueschingen und Petra Neubauer aus Niedereschach, die die Grünen des Schwarzwald-Baar-Kreises als Delegierte auf dem Bundesparteitags in Leipzig vertreten hatten, das Ergebnis zusammen. Das Motto „Europa. Darum kämpfen wir“ bestimmte die dreitägige Versammlung. Der Pianist Igor Levit trug mit der „Ode an die Freude“ von Beethoven  zu einer entspannten, positiven Arbeitsatmosphäre bei. Die Bundesvorsitzende Annalena Baerbock betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass Europa das „größte Friedensversprechen dieser Welt sei“.

Bei der Wahl der Kandidaten für das Europäische Parlament wurde eine gute Mischung gefunden: Ska Keller, Sven Giegold und Reinhard Bütikofer bringen viel Erfahrung ein, jüngere Kandidatinnen und Kandidaten stehen für neue Ideen und jungen Schwung. Sehr bedauert wurde von den Delegierten, dass Maria Heubuch, die sich als Agrarpolitikerin europaweit einen Namen gemacht hat, den Sprung auf die Europaliste nicht geschafft hat.

„Es war anstrengend, aber es hat sich für mich gelohnt, die positive Arbeitsatmosphäre und das Niveau der Redebeiträge haben mich sehr beeindruckt. Ich habe viel gelernt“, betonte Elmar Enssle, der das erste Mal auf einem Grünen Parteitag war.

„Auch bei den Grünen gibt es natürlich unterschiedliche Auffassungen bei diversen Themen. Aber die Zeit der Flügelkämpfe zwischen Fundis und Realos, die ganze Parteitage lahm gelegt haben, ist vorbei. Eine werteorientierte kompromissfähige Politik hat sich auch auf Bundesebene durchgesetzt - so wie wir das in Baden-Württemberg vorgemacht haben“, so kommentierte Klaus Pfaehler, der seit 1980 zahlreiche Parteitage erlebt hat, seine Eindrücke. Er komplettierte als Ersatzdelegierter das Trio, den der zwischenzeitlich auf 165 Mitglieder  angewachsene Kreisverband nach Leipzig geschickt hatte.

Foto: Neubauer

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