Bündnis 90/Die Grünen machen sich fit für die Kommunalwahlen

So gut aufgestellt wie noch nie in ihrer 40jährigen Geschichte gehen die Grünen im Schwarzwald-Baar-Kreis in die Kommunalwahlen.

Der grüne Kreisvorstand freut sich mit Fraktionssprecher Christian Kaiser und Martina Braun (MdL) über den politischen Aufwind im Kreis. Von links: Andrea Müller-Janson, Isolde Grieshaber, Christian Kaiser, Martina Braun, Petra Neubauer, Claudia Filbert, Elmar Enssle und Klaus Pfaehler. Bild Rudolf Reim

Nicht nur, dass die Grünen in allen sieben Wahlbezirken für die Kreistagswahl mit vollständigen Listen antreten; sie freuen sich auch über eine neue grüne und zwei neue grün-nahe Gemeinderatslisten. Mit diesem Zuwachs nehmen sie im Landesvergleich einen Spitzenplatz ein. Damit streben sie nun in zehn Kreiskommunen das Mitwirken im politischen Geschehen an.   

Nach der Gründung eines Ortsverbandes im Sommer 2018 gibt es in Niedereschach eine echte, grüne Parteiliste. In St. Georgen tritt die „Grüne Liste“ an - eine nicht mitgliedschaftlich organisierte Wählervereinigung. In Schonach macht die „Offene Grüne Liste“ erstmals in der Geschichte des Kurortes an der westlichen Kreisgrenze den Bürgerinnen und Bürgern ein Angebot für eine umweltgerechte und nachhaltigere Kommunalpolitik.

Ungebremst ist der Mitgliederzuwachs im Kreisverband. Petra Neubauer war in Niedereschach die treibende Kraft gewesen, die im vergangenen Jahr Gleichgesinnte gesucht und gefunden hatte. Der „grüne Geist“, der dort in Form der LBU schon einmal gewirkt hatte, war wiedererweckt. Da war es nur konsequent, nun auch bei den Kommunalwahlen im Mai anzutreten. Altgediente zusammen mit politisch noch unerfahrenen, aber ambitionierten Neulingen ringen um die Stimmen der Wählerinnen und Wähler. Spitzenkandidatin ist die OV-Vorsitzende, Petra Neubauer. Sie wie alle anderen  werden sich noch vorstellen.  

Dem Entsetzen von Dirk Schmider darüber, dass es sich als sehr schwer abzeichnete, in St. Georgen eine grüne Liste zustande zu bringen, ist es zu verdanken, dass es nun doch eine gibt. Mit zwei Kandidatinnen und acht Kandidaten tritt die „Grüne Liste“ in der Bergstadt an. Dabei ist das Spektrum an Berufen und Interessen vielfältig. Erfreulich ist, dass gleich mehrere ökologisch arbeitende Landwirte vertreten sind. Die Gruppe um den Spitzenkandidaten Dirk Schmider befasst sich aktuell mit der Ausarbeitung eines Wahlprogrammes und wird ihre Standpunkte bei diversen öffentlichen Gelegenheiten noch darlegen. 

„Es ist jetzt an der Zeit, dass wir in Schonach was Grünes zustande bringen,“ erinnert sich Gerhard Kienzler, der Platz eins auf der „Offenen Grünen Liste“ belegt, an seine Überlegungen im vergangenen Herbst, in diese Richtung in seinem Heimatort tätig zu werden. Und tatsächlich stieß sein Ansinnen auf viel Zuspruch: Mit einer vollständig ausgefüllten Liste, also 14 Kandidatinnen und Kandidaten, geht die Wählervereinigung dort ins Rennen. Regionale Vermarktung wird ein thematischer Schwerpunkt werden, aber auch der Ausbau der Nutzung regenerativer Energie im kommunalen Bereich. Auf Kienzlers Liste befindet sich auch der langjährige SPD-Gemeinderat Christian Kuner, der all seine Erfahrung in die Fraktion einbringen möchte. Höhepunkt im Rahmen des Wahlkampfes wird ein Frühlingsfest am 04. Mai auf einem Hof auf Schonacher Gemarkung sein, bei dem es Gelegenheit geben wird, alle Kandidierenden kennen zu lernen.  

Erfreulich ist zudem, dass die Grünen in Hüfingen ebenfalls wieder antreten. Peter Albert, der in der noch nach dem alten Wahlrecht laufenden Legislatur nicht im Gemeinderat wirken konnte, weil sein Bruder Franz Albert (CDU) mit mehr Stimmen dort vertreten ist, möchte dieses Mal einen ambitionierten Wahlkampf führen und verzeichnet sechs Mitstreiterinnen und Mitstreiter an seiner Seite. Ein Vortrag zu „Glyphosat und seinen Auswirkungen auf das Mikrobiom“ durch Spitzenkandidatin Dr. Hannah Jaag am 11. April im Hotel „Frank“ bildet den Wahlkampfauftakt.   

Neben den kommunalen Aktivitäten war die Kreispolitik thematischer Schwerpunkt einer ganztägigen Klausur in Villingen gewesen, zu der sich unlängst Mitglieder und Unterstützer der Grünen im Schwarzwald-Baar-Kreis trafen. Sie galt als Einstimmung auf den Wahlkampf. Die Mitglieder der Fraktion der Grünen im Kreistag standen den Kandidierenden Rede und Antwort. Fraktionssprecher Christian Kaiser erläuterte die vielfältigen Aufgaben des Kreises und zog Bilanz der vergangenen fünf Jahre. Gerade in den letzten zwei Wahlperioden habe es viele Veränderung in der Beschlussfindung gegeben, was er positiv mit Blick auf Versachlichung und das Erreichen von Zielen bewertete. „Die Grüne Fraktion ist bei den Themenfeldern Soziales, Bildung, Nahverkehr und Naturschutz meinungsbildend. Gerade in diesen Feldern haben wir aber weiterhin große Herausforderungen vor uns,“ so Christian Kaiser. Personell vielfältig mit Blick auf Altersstruktur, berufliche Kompetenzen und Interessensschwerpunkte machen die Grünen den Wählerinnen und Wählern Ende Mai ein gutes Angebot für noch mehr Ökologie sowie nachhaltiges sozial gerechtes Handeln im Kreis. Insofern gibt sich die Kreisvorsitzende Isolde Grieshaber zuversichtlich: „Wir möchten den Zuspruch, den die Grünen bundes- und landesweit erfahren, im Kreis abgreifen und dadurch unsere Ideen von gutem Leben miteinander in den kommunalen Gremien durchsetzen. Ohne dass anderswo andere Schaden nehmen.“      






 

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