Am 17.05.19 in Donaueschingen: JA zu EUROPA

Klein, aber fein - und hoffentlich mit großer Außenwirkung war es: unser deutsch-französisches "Feschtle" auf dem Lammplatz in Donaueschingen. Zu feiern gab es das Kommen von Anna Deparnay-Grunenberg, unserer grünen Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg bei der Europawahl.

Zu feiern war auch die deutsch-französische Freundschaft, die wir als Überschrift für die Veranstaltung wählten – nicht ohne Grund, denn Anna ist Deutsch-Französin.

Insofern und weil in ihrem bisherigen Lebensweg (beruflich wie privat) Europa eine gewichtige Rolle spielte, soll Europa nun auch ihre politische Aktionsplattform werden: Die 43Jährige kämpft in diesen Tagen zusammen mit Michale Bloss um ein gutes grünes Wahlergebnis am 26. Mai und damit um  den Einzug ins Europa-Parlament.  


„Ja, wir freuen uns und sind dankbar für 70 Jahre Frieden in einem vereinten Europa, aber Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, sondern daran muss mehr denn je gearbeitet werden“, betonte Anna vor dem rund 30köpfigen, bunt durchmischten Publikum. 

Als profunde Kennerin der deutsch-französischen Beziehungen ging sie deutlich auf die Rolle dieser beiden finanzkräftigen Länder ein, warnte indes auch vor einem zu dominanten Agieren. Schließlich gelte es gerade die osteuropäischen Länder mitzunehmen  - mit all ihren Problemen und auf Augenhöhe.

Annas Schwerpunkthema ist die Nachhaltigkeit. Als studierte Forst- und Umweltwissenschaftlerin liegen ihr nachhaltige Prozesse besonders am Herzen. In den Fokus nimmt sie dabei die Unternehmen: Sie müssten über kurz oder lang alle auch nach Grundsätzen der Gemeinwohlökonomie bilanzieren, sprich: Neben ihrem wirtschaftlichen Erfolg müssen Faktoren wie Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit für die Steuerlast herangezogen werden.  


Interessant waren für die zahlreich anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten bei der Kommunalwahl Annas Erfahrungsschatz in Sachen „Was bedeutet Europa für die Kommunen?“. Seit zehn Jahren sitzt sie im Stuttgarter Gemeinderat, ist dort seit fünf Jahren Fraktionssprecherin und konnte an Beispielen darlegen, wie tatsächlich vor Ort mehr europäische Förderung abgerufen werden kann, die zugleich auch noch nachhaltigem Wirtschaften gerecht wird.  


Der offiziellen Diskussionsrunde folgten weitere Gespräche, unter anderem mit anwesenden Franzosen – insgesamt also ein tatsächlich guter deutsch-französischer Austausch!