25.04.19: MdB Chris Kühn in Hüfingen und Donaueschingen

Flächenverbrauch und günstiger Mietwohnraum. Das waren die Themen, die die Grünen mit Chris Kühn diskutierten.

Ursula Albert (GRÜNE Hüfingen), Anita Sperle-Fleig (Regionalgeschäftsführerin des BUND Schwarzwald-Baar-Heuberg), Jochen Hauser (Landwirt VS-Zollhaus), Maren Ott (Ortsvorstand GRÜNE Südbaar), Hannah Jaag (Spitzenkandidatin der GRÜNEN Liste für den Hüfinger Gemeinderat), MdB Chris Kühn, Peter Albert (Spitzenkandidat der GRÜNEN Liste für den Hüfinger Gemeinderat).

Der bau- und wohnungspolitische Sprecher der GRÜNEN Bundestagsfraktion machte sich zunächst in Hüfingen ein Bild von den dortigen bereits umgesetzten und geplanten Projekten und stellte heraus, dass die Kommunen genug Instrumente in der Hand haben, um Innenentwicklung voran zu treiben.

Nachweislich bringt der Ausbau weiterer Baugebiete langfristig höhere Kosten für eine Kommune. Als positives Beispiel in der Region nannte er Neuhausen ob Eck.

Beim Anschlusstermin in Donaueschingen stand zunächst eine Führung über das Konversionsgelände unter der Leitung von Michael Blaurock (Fraktionssprecher der GRÜNEN im Donaueschinger Gemeinderat) an.

Gemeinsam mit der SPD war man auf der Suche nach konkreten Ideen zur Schaffung von günstigem Mietwohnungsraum. Dazu stellten Experten des Mietshäuser Syndikats aus Freiburg und der Bezirksbaugenossenschaft Donaueschingen ihre Konzepte vor. 

Nach dem Motto „Die Häuser denen, die drin wohnen“ unterstützt das Mietshäuser Syndikat selbst organisiertes Wohnen und solidarisches Wirtschaften. Die Gruppen bzw. Projekte können bereits mit 7 Prozent Eigenkapital Eigentum erwerben. Der Rest kommt aus Direkt- und Bankkrediten, die als „Mietzahlung“ abgezahlt werden. Die Mietpreise setzen die Menschen, die so ein Projekt organisieren, selbst fest. Die Liegenschaften können nicht an Dritte weiterveräußert werden und bleiben dauerhaft so günstig, wie die Menschen, die darin leben, es festlegen. Nach diesem Konzept könnte man sehr vielbezahlbaren Wohnraum schaffen. Wenn sich Menschen zusammenfinden, um so etwas zu organisieren.

Wie auch immer das Konversionsgelände umgenutzt wird: unisono war die Meinung, dass nicht nur eine soziale, sondern auch eine funktionale Durchmischung sinnvoll und notwendig ist, um das Areal nicht zu „ghettoisieren“.

Auch sehr wichtig ist, das Wohngebiet „Äußere Röte“ durch das neue Quartier besser an die Innenstadt anzugliedern. 

Wenn es um das Thema „Wohnen“ geht, spielen viele weitere Faktoren hinein, seien es Stellplätze für PKW, gute Anbindung an den ÖPNV, fußläufige Nahversorgung und insbesondere auch der demografische Wandel. Einerseits plant man solche Großprojekte für die Zukunft, so dass das Areal auch in 60 Jahren noch attraktiv ist, andererseits muss man auf die jetzigen Bedürfnisse zukünftiger Bewohner*innen schauen. Keine leichte Aufgabe; aber die GRÜNEN sind zuversichtlich, dass Mehrheiten im Gemeinderat für gute Lösungen geschaffen werden können. Denn hier müssen alle an einem Strang ziehen, zum Wohl der Stadt und der Menschen, die darin leben.

 

Einen Kommentar zu der Veranstaltung von Chris Kühn selbst finden Sie hier





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