Am 11.04.2019 Die Hüfinger grüne Gemeinderats-Kandidatin Dr. Hannah Jaag spricht über Glyphosat und seine Auswirkungen auf das Mikrobiom

Alle Krankheiten beginnen im Darm. Im voll besetzten Lucian Reich Saal im Hotel Frank erläuterte Frau Dr. Hannah Miriam Jaag am 11.04.19 die Bedeutung von Glyphosat für das Immunsystem von Menschen und auch Tieren. 

Die beiden Spitzenkandidaten der Grünen in Hüfingen, Dr. Hannah Miriam Jaag (parteilos) und Peter Albert

Mit dieser Hippokrates zugeschriebenen Aussage begann ein hoch informativer und zugleich wissenschaftlich fundierter Vortrag am vergangenen Donnerstag abend. Im voll besetzten Lucian Reich Saal im Hotel Frank erläuterte Frau Dr. Hannah Miriam Jaag die Bedeutung von Glyphosat für das Immunsystem von Menschen und auch Tieren.  

Die Agraringenieurin erklärte dabei die Bezeichnung „vermutlich krebserregend“ und auch sehr anschaulich das sogenannte Mikrobiom, also die Gesamtheit aller Mikroorganismen. Besonderes Augenmerk legte die Hüfinger Wissenschaftlerin, welche übrigens auch für den Gemeinderat kandidiert, dabei auf die Darmflora und deren Bedeutung für die Gesundheit. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse waren ebenfalls Teil ihrer interessanten Ausführungen. Frau Dr. Jaag  legte explizit dar, wie Glyphosat die Pflanzen schädigt und was das Unkrautvernichtungsmittel sonst noch abtötet. Glyphosat wird hauptsächlich im Kartoffel- und Maisanbau und zum Teil in der Obstwirtschaft eingesetzt. Aber auch andernorts kommt es häufig in Kombination mit anderen Mitteln zum Einsatz. Belastetes Futter ist für Kühe gefährlich, da diese Wiederkäuer sind und dadurch deren Darmflora empfindlich gestört wird.  

Der regionale Bezug zur Stadt Hüfingen wurde hergestellt. „Wir sollten im Kleinen anfangen und jeder trägt hier Verantwortung“ und letztendlich kommt dies jedem auch zugute“ Das Ziel sollte sein, dass Hüfingen in naher Zukunft eine pestizidfreie Kommune wird. Auch die Entscheidungsträger in der Politik sind hierbei im besonderen Maß gefordert.  

Im Anschluss an den Vortrag schloss sich eine rege Diskussion aller Interessenvertreter an. Weitere Anwesende neben Frau Dr. Jaag waren profunde Kenner mit unterschiedlichem Schwerpunktwissen. Diese trugen zur Bereicherung der sehr sachlichen Diskussion bei, wovon alle Anwesenden profitierten.

Peter Albert bedankte sich im Anschluss mit einem kleinen Präsent bei der Referentin.