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Denkmalschutz im Schwarzwald-Baar-Kreis

Energie- und Ressourcenwende beim Denkmalschutz

 

Bild: Martina Braun Im Bild v. links nach rechts: Erster Landesbeamter Martin Seuffert, Kreisbaumeister Kay Zwick, Landtagsabgeordnete Barbara Saebel, Dipl.-Ing. und Bauherrenberater Gerhard Schmidt, Landtagsabgeordnete Martina Braun, Architekt und Dipl.-Ing. Olaf Wuttge-Greimel

Vergangene Woche haben die Landtagsabgeordneten von Bündnis90/Die Grünen, Martina Braun und Barbara Saebel, dem Denkmalschutz einen Tag im Schwarzwald-Baar-Kreis gewidmet.

 

Am Vormittag fand eine informative Gesprächsrunde im Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis statt, an welcher neben den Vertreterinnen aus der Politik auch die Verwaltung und Sachkundige aus der Praxis teilnahmen.

 

Der Erste Landesbeamte und Dezernent Dr. Martin Seuffert sowie die Vertreterinnen und Vertretern des Baurechts- und Naturschutzamtes erläuterten die Genehmigungsverfahren und den Umgang mit Baudenkmälern bei erforderlichen Sanierungsmaßnahmen.

 

Der Architekt und Dipl.-Ing. Olaf Wuttge-Greimel sowie Gerhard Schmidt, Dipl.-Ing. und Bauherrenberater im Verband privater Bauherren e. V. / Regionalbüro Villingen-Schwenningen, berichteten unter anderem über die Schwierigkeiten, die sich bei der Planung und Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden in der Praxis ergeben. Zur Sprache kam auch der Fachkräftemangel im Baugewerbe. „Es brauche Handwerker, die sich mit der Materie, insbesondere bei denkmalgeschützten Gebäuden, auskennen und die Bauphysik des jeweiligen Gebäudes verstehen“, so Schmidt. Themenschwerpunkte waren Denkmal- und Wärmeschutz, Mangel und Preisentwicklung der Baumaterialien, Gestaltungssatzungen und Ensembleschutz in Stadt- und Ortskernen. Im Dialog wurden die aktuelle Situation und das Verbesserungspotenzial in allen Bereichen beleuchtet.

 

Die Abgeordnete Barbara Saebel, in der Grünen Landtagsfraktion Sprecherin für Denkmalschutz und Kulturerbe, erläuterte die verschiedenen Fördermöglichkeiten und betonte, dass es von politischer Seite Unterstützung brauche, um dem Denkmalschutz dienende und pragmatische Vorschriften zu erlassen. Seitens des Naturschutzamts wurde abschließend angemerkt, dass Baudenkmäler für den Artenschutz oft von besonderer Bedeutung sind, wenn beispielsweise seltene Tierarten oder wertvolle Altbaumbestände im Gebäude oder auf dem Gelände heimisch sind. 

 

Alle Beteiligten waren sich einig, dass kulturgeschichtlich wertvolle Bauten aufgrund ihrer künstlerisch-kulturellen und gesellschaftlich-geschichtlichen Bedeutung für nachfolgende Generationen möglichst erhalten werden sollten und sich im Austausch mit den Denkmalschutzbehörden meist ein Weg findet, um die baulichen Vorhaben im Sinne des Bauherren wie auch der Gesellschaft zu realisieren.

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