video_label

Bundestagskandidat Thomas Bleile zu Besuch im Hebammenhaus VS

Thomas Bleile besuchte „s´Hebammenhaus“ in Villingen-Schwenningen und überreichte zum 14. Jahrestag einen Blumenstrauß.

Im Austausch mit den anwesenden Hebammen entwickelte sich eine angeregte Diskussion quer über Themenbereiche der Geburtshilfe, der Pflege, dem Blick auf die versicherungsrechtliche Seite der Tätigkeit, dem Wert der Arbeit und vielem mehr.

Welch hohe Anforderungen an die Ausübung dieses verantwortungsvollen Berufes gekoppelt sind und mit welchen Hindernissen seitens der Politik die Frauen konfrontiert sind – dieses Wissen nahm der Bundestagskandidat der Grünen mit aus dem Gespräch. Und auch, welche Erwartungen an eine neue Bundesregierung mit grüner Beteiligung gestellt werden. 

 

Insbesondere beklagt wurde der Mangel an berufstätigen Hebammen, welcher nicht an der Anzahl der Ausbildungs- oder Studienplätze liegt, sondern vor allem an den Arbeitsbedingungen in den Kliniken. Diese führten häufig dazu, dass Hebammen ihre Berufung ganz an den Nagel hängten oder sich ausschließlich der wichtigen Wochenbettbetreuung widmeten.

 

Abhilfe könnte geschaffen werden, indem die Betreuung der Schwangeren wieder ganzheitlich in die Hände der Hebammen gelegt wird. Von der ersten Untersuchung über die Geburt bis hin zum Wochenbett, ohne die Umwege über Fachärzt*innen, wie es derzeit von den Krankenkassen vorgeschrieben ist. Helfen würde, wenn die Schwangeren das Recht auf die freie Wahl des Geburtsortes auch tatsächlich wahrnehmen könnten, was derzeit mangels Optionen vielerorts nicht möglich ist“, so die Frauen. Letztendlich sind viele werdende Eltern gezwungen zur Geburt in die Klinik zu gehen, da weit und breit weder ein Geburtshaus noch eine Hausgeburtshebamme zu finden ist.

 

Hier formulierten die Hebammen ihren klaren Wunsch an die Politik: eine „verpflichtende" Unterstützung bei der Gründung von Geburtshäusern, beispielsweise durch günstige und einfache Kredite als Startkapital, sowie die Zurverfügungstellung von bezahlbaren Praxisräumen für die ersten Jahre. Dies alles würde den Beruf der Hebamme wieder attraktiver machen und so dem auch hier bestehenden „Fachkräftemangel“ entgegenwirken.

 

Das Résumé von Thomas Bleile: „Ein sehr aufschlussreiches und spannendes Gespräch mit sehr motivierten Hebammen, die mir einen klaren Auftrag gegeben haben, was es für die dringend notwendige Verbesserung der Situation braucht.“

expand_less