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Bundestagskandidat Thomas Bleile im Rathaus Furtwangen

Bundestagskandidat Thomas Bleile zu Besuch bei Bürgermeister Josef Herdner in Furtwangen

links Bundestagskandidat Thomas Bleile, rechts Bürgermeister Josef Herdner Foto: Stadtverwaltung

 

 

Auf seiner Tour durch die Gemeinden des Wahlkreises besuchte Bundestagskandidat Thomas Bleile von Bündnis90/DIE GRÜNEN den Hochschulstandort Furtwangen.

 

In einem angeregten, fast zweistündigen Gespräch tauschte sich Bleile mit Bürgermeister Josef Herdner über vielfältige Themen der Stadt und der Region aus.

 

Natürlich spielte auch hier das Thema „Corona“ eine zentrale Rolle. Herdner berichtete, die Hochschule habe den Umstieg auf Online-Unterricht gut gemeistert. Schwieriger sei die Situation für die Wohnungsvermieter*innen und die Wirtschaftskraft der Stadt, die Student*innen hätten spürbar gefehlt. Die örtliche Industrie sei sehr unterschiedlich durch die Krise gekommen. Bleile betonte, die Transformation und Digitalisierung stelle die größte Herausforderung für die nächsten Jahre dar. Solle die Eindämmung des Klimawandels und die CO2-Reduktion gelingen, müsse man die Industrie und ihre Beschäftigten dafür gewinnen und ihnen zukunftsfähige Alternativen anbieten, so Bleile weiter.

 

Auch die Mobilität in Furtwangen beschäftigt den Bürgermeister sehr. Zum einen das Radwegenetz, das zwar gefördert wird, aber im „Flaschenhals“ der Planung und Ausführung steckt. Zum anderen der Bürgerbus, der über einen Förderverein betrieben wird, dem aber der Status der Gemeinnützigkeit fehlt und der somit z.B. keine Spendenquittungen ausstellen kann, was die Finanzierung erschwert. Dazu Bleile: „Für mich eine Lücke im Vereinsrecht, da der Verein zwar „gewerbsmäßig“ Personen befördert, aber nicht ausreichend Geld verdienen kann. Da müssen wir eine Lösung finden!“ Bleile würdigte in diesem Zusammenhang das hohe Engagement der Freiwilligen und der Sponsoren.

 

Weiterhin kam zur Sprache, dass die Coronazeit auch für die anderen Vereine eine harte Zeit sei. Besorgniserregend sei nicht einmal so sehr die finanzielle Seite, sondern eher die fehlende Leistung der Vereine für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft, waren sich die beiden einig.

 

Zum Schluss gab Bürgermeister Herdner dem Kandidaten mit auf den Weg, sich bei Entscheidungen in Berlin immer auch die direkten Auswirkungen auf die Kommunen vor Augen zu führen und den Kontakt zur Basis zu behalten.

 

 

Verfasser: Johannes Schwab

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