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Bundestagskandidat Thomas Bleile bei Bürgermeister Keller in Blumberg

Bundestagskandidat Thomas Bleile zu Besuch beim Blumberger Bürgermeister Markus Keller

links Bürgermeister Markus Keller, rechts Bundestagskandidat Thomas Bleile Foto: Schwab

 

 

Blumberg– „Ich hätte Sie der SPD zugeordnet“, begrüßte Bürgermeister Markus Keller den Kandidaten von Bündnis90/Die Grünen. Nachdem Thomas Bleile seinen Werdegang vom Dreher zum Ersten Bevollmächtigten der IG Metall in VS und schließlich zum Kandidaten für die Bundestagswahl geschildert hatte, folgte sogleich die kritische Frage: „Schaffen Sie nicht die Arbeitsplätze ab, für die Sie kämpfen?“. „Teilweise schon“, erwiderte Bleile, verwies aber auf die Notwendigkeit der Transformation der Automobil- und Zulieferindustrie und auf Initiativen zur Neuausrichtung von Unternehmen und zur Umschulung von Mitarbeitern, um die Folgen des Strukturwandels abzumildern. „Eine ehrliche Antwort“, bemerkte Keller.

Anschließend zeichnete Bürgermeister Keller ein positives Bild der Wirtschaft in Blumberg und seinen Ortsteilen: Neben industriellen Leitbetrieben mit Reserveflächen gebe es einen gesunden Branchenmix, wodurch auch die Corona-Pandemie bisher gut bewältigt worden sei. Beim Thema Verkehr war man sich einig, dass die Elektromobilität eine rasch verfügbare Alternative zum Verbrennungsmotor sei, man den Individualverkehr jedoch nicht isoliert betrachten dürfe. In diesem Zusammenhang verwies Keller sowohl auf die Verbesserungen der letzten Jahre als auch auf die Schwierigkeit, den öffentlichen Nahverkehr in Ortsteilen zu etablieren.

Die Nähe Blumbergs zur Schweiz, laut Keller „Fluch und Segen“ zugleich, nahm in der Diskussion einigen Raum ein. Einerseits steige durch Schweizer und Grenzgänger die Kaufkraft vor Ort, andererseits sei es schwierig, in Grenznähe Fachkräfte zu halten. Erwähnt wurden auch die erfolgreichen Anstrengungen Blumbergs im Bereich Tourismus, insbesondere die Sauschwänzlebahn und der Schluchtensteig.

Zwei Punkte, die Bürgermeister Keller als Schwerpunkte seiner Arbeit nannte, waren Breitband und Bildung. In punkto Infrastruktur konnte Keller vermelden, dass die Kernstadt komplett an das Breitbandnetz angeschlossen sei und in zwei bis drei Jahren „jeder Hof“ einen Anschluss haben sollte. Zum anderen verwies er auf die Neuordnung der Schullandschaft durch den Ausbau eines zentralen Schulcampus.

Zum Schluss gefragt, was er Bleile mit auf den Weg in den Bundestag geben wolle, verwies Keller auf den Nutzen des Förderprogramms Breitbandausbau und darauf, dass man beim Thema Mobilität den Blick auf die Industrie nicht verlieren solle. Thomas Bleile versprach, seine Kompetenz und Erfahrung bei diesem Thema einzubringen.

 

 

Verfasser: Johannes Schwab

 

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