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Am 30.11.2020 Digitaler Austausch mit Sylvia Kotting-Uhl

Auf Einladung von Martina Braun (MdL) fand am 30.11.2020 ein digitales Gespräch mit Sylvia Kotting-Uhl statt.

Thema waren die Auswirkungen der Atommüll-Endlagersuche für den Schwarzwald-Baar-Kreis und für uns Grünen vor Ort.

 

Vierzig Jahre nach Gründung der Grünen gibt es in ganz Deutschland ein klares Nein zur Atomkraft. Die dringendste Frage aber bleibt: Wohin mit dem radioaktiven Müll? Darüber, wie diese Frage beantwortet werden soll, hat Sylvia Kotting-Uhl, atompolitische Expertin der Grünen im Bundestag, auf Einladung von Martina Braun MdL in einer digitalen Sitzung informiert.

Der grundsätzliche Ausstieg hat einen länderübergreifenden Neustart der Endlager-Suche ermöglicht. Das ist bereits für sich genommen eine wichtige politische Einigung. Doch das Thema bleibt emotional, denn: „Wer will den Müll schon bei sich haben?“, so die Wahlkreisabgeordnete Braun.

 

Nun befinden wir uns in einem demokratischen, wissenschaftlichen und transparenten Verfahren mit dem Prinzip der „weißen Landkarte“: Der am besten geeignete Ort wird gesucht. Bundesweit stehen nun 90 Standorte in der näheren Auswahl. Dass Baden-Württemberg als eines der größten Bundesländer ebenfalls wegen des Untergrundes und auch der Schwarzwald-Baar-Kreis mit seinem kristallinen Wirtsgestein in Betracht gezogen wird, überrascht also nicht. In den weiteren Auswahlrunden bekommen auch die Bürgerinnen und Bürger ein Mitspracherecht.

  

Transparenz ist bei dem Prozess der Endlager-Suche immens wichtig, sagt Kotting-Uhl. Es gebe keine optimale Lösung, sondern nur die bestmögliche in einer schlechten Gemengelage. Am Ende von jeder der vier Phasen entscheiden Bundestag und Bundesrat und geben dem Prozess somit die höchstmögliche Legitimation. Dennoch ist klar: die, die es dann trifft, müssen das Endlager erdulden – deshalb muss jeder Schritt nachvollziehbar sein, so die Vorsitzende im Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

 

Eine Parallele zogen Braun und Kotting-Uhl auch zur neuen Gentechnik wie CRISPR/Cas: man dürfe nicht nur die Vorteile bei solchen neuen Verfahren sehen, sondern müsse auch die Folgen in Betracht ziehen, die eine Anwendung mit sich bringen würde.

 

 

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